Im Osten geht die Sonne auf !


Geschichte und Natur live  erleben an der deutsch-polnischen Grenze mit Hilfe 

des Geschichts und Kulturvereins 

Kietz-Bahnhof-Dworzec Chyza
 

aus dem schönen Küstrin-Kietz!

 Touristische Ausflugstipps beiderseits der Oder

 

Radwanderweg am Oderdamm in Richtung Reitwein

 

 

 

 

 

 

 




















Wanderer, egal  ob zu Fuß oder im Sattel ihres Drahtesels kommen am Oderdamm in der Umgebung von Küstrin-Kietz voll auf ihre Kosten.  Zu beiden Seiten des Damms breitet sich zudem eine herrliche Natur vor den Augen des Erholungssuchenden Wanderers aus.  Nach Osten hin schweift der Blick über die Oder weit hinein ins Nachbarland Polen bis zu den in der Ferne schimmernden Kannenbergen.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 Die Oder versprüht in jeder Jahreszeit ihre speziellen Reize




Die ehemalige Altstadt von Küstrin

Ein Besuch des " polnischen Pompeij" wie die 1945 in Schutt und Asche versunkene Altststadt von Küstrin heute genannt wird, gehört für die Besucher unserer Region zu den besonderen Höhepunkten.  Erschütternd der Kontrast zwischen alten, vor 1945 aufgenommenen Fotos und dem heutigen Zustand der Ruinenstadt.  Wo einst das Leben pulsierte, Menschen ihrem Tageswerk nachgingen und lebten, wuchert Gestrüpp. Geröll und herumliegende Steine wo vor einem Menschenalter große Häuser standen.

 

 

 

 

Kurfürsten, Könige und Kaiser haben hier ihre Spuren hinterlassen.  Am 06. November 1730 musste der junge preußische Kronprinz Friedrich, der später als König Friedrich der Große bzw. " Alter Fritz" in die preußisch-deutsche Geschichte eingegen sollte, die Hinrichtung seines Freundes und Fluchthelfers Hans Hermann von Katte mit eigenen Augen von seinem Gefängnis im Küstriner Schlossturm ansehen.


 

 

 

 

Reizvoll ist auch der Blick von den ehemaligen Festungswällen auf die vorbei strömende Oder.


 

 

 Im Rahmen des alljährlich stattfindenden Kostrzyner Stadtfesten wird die interessante Geschichte von Küstrin in anschaulichen Bildern nachgespielt


Erinnert wird auch an Johann von Brandenburg-Küstrin, besser wohl als Markgraf Hans von Küstrin bekannt, wird heute wieder erinnert. Längst haben die heutigen polnischen Bewohner die deutsche Geschichte ihrer Stadt Kosrzyn für sich entdeckt.

Dabei wird auch der Zweite Weltkrieg nicht mehr ausgespart.



 

 

 

 

 

 Kuhbrücke

Das kleine Kuhbrücke, in dem kaum mehr als hundert Einwohner leben, ist heute ein Ortsteil von Küstrin-Kietz. Bis 1945 gehörte der Weiler als " Kuhbrücken-Vorstadt" zu Küstrin. Direkt an der Oder gelegen, ist es ein Paradies für alle Naturliebhaber.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Nach zu Karfreitag 1945 erfolgte von der Wegspinne bei Kuhbrücke aus der Ausbruch der "letzten Verteidiger von Küstrin". Zumindest jene, die sich auf das westliche Oderufer retten konnten. Denn nach der vom Kampfkommandanten von Küstrin, SS-General Heinz Reinefarth, angewiesenen überhasteten Sprengung der Oderbrücken gab es für die auf der Ostseite zurückgebliebenen Einheiten kein Entrinnen mehr. Sie wurden entweder sofort von den sowjetischen Soldaten erschossen, oder mussten den leidvollen Weg in die Gefangenschaft antreten. Den Ausbruch über die schweren regennassen Felder des Oderbruchs nach Westen schafften nur wenige Soldaten. Unter ihnen befanden sich, man muss wohl sagen leider, auch der Kriegsverbrecher Reinefarth sowie Nazi-Bürgermeister Körner.



 

 Auf diesem Feld spielte sich Ende März 1945 eine der vielen Tragödien des Zweiten Weltkriegs ab. Hier gab es keine Helden! Auf beiden Seiten kämpften Männer gegeneinander um ihr nacktes Leben zu bewahren. Ohne sich jemals vorher begegnet zu sein. Keiner hatte den anderen etwas getan. Und doch gingen sie wie wild aufeinander los. Weil es eine Handvoll Despoten so wollte! Auch dafür steht dieser stille Flecken Erde Namens Kuhbrücke.

 

 

 

 

 Die Oderinsel

Das weitläufige Areal der so genannten Oderinsel verbinden noch heute viele Einwohner der Region mit der vierzigjährigen Präsenz der sowjetischen Streitkräfte in Küstrin-Kietz. Diese Präsenz in der ehemaligen Artilleriekaserne, führte dazu das die Oderinsel zum Sperrgebiet wurde.

Obwohl der letzte Sowjetsoldat im Mai 1991 die Insel verlassen hatte, stellt sie noch heute für die Öffentlichkeit eine " No go Area" dar.

Und das aus guten Gründen: In dem einstigen militärischen Nutzungsgebiet haben viele seltene Tier und -Pflanzenarten ein Refugium gefunden. Auf der Oderinsel leben heute Eisvögel, Fischottern, Seeadler und Biber. Arten die anderswo längst verschwunden sind. Ebenso wie die auf der Oderinsel vorkommenden Schwarzpappeln. Die seltene Fauna & Flora verdient es, in Ruhe gelassen zu werden!

Ganz verzichten muss der Wanderer auf einen Besuch der Oderinsel doch nicht. Der Wanderweg "Altstadtblick" bietet nicht nur eine herrliche Aussicht auf die gegenüberliegenden Wälle der Festung Küstrin. Die Natur gewährt auch auf dem freigegebenen Teil einen Einblick in ihre Reize.

Kaum jemand weiß jedoch, dass sich das üppige Grün auf den Trümmern der im Februar 1813 von den mit den damaligen französischen Besatzern Küstrins verbündeten Westfalen niedergebrannten "Langen Vorstadt" und des Kietzes ausbreitet. Jahrhundertelang gehörte die Oderinsel zu den am dichtesten besiedelten Teilen der früheren Stadt Küstrin.